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06.04.2018  

JAHR DES KULTURERBES: UNESCO QUECKSILBERERBE VON IDRIJA

Idrija ist die Stadt mit der längsten Bergbautradition in Slowenien. Der aus dem Jahre 1500 stammende Antoni-Stollen zählt zu den ältesten Bergwerkseingängen Europas. Er kann besichtigt werden und bietet einen interessanten Einblick in die alten Abbaumethoden.  Besonders Interessant -  die Klausen "klavže" (auch slowenische Pyramiden genannt), besondere Staumauern zum Flößen von Holz.

Mit dem Bergbauerbe und dem Leben der einstigen Bergbaufamilien sind auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten Idrijas verbunden: vom überraschenden technischen Erbe, das im Museum der Burg Gewerkenegg aufbewahrt wird bis hin zur Tradition der Spitzenklöppelei. Die Anfänge der Spitzenklöppelei in Idrija sind eng mit dem Bergbau verbunden. Die Männer arbeiteten im Quecksilberbergwerk, die Frauen klöppelten Spitze.  Anfangs wurden Spitzen aus groben Leinengarn geklöppelt und waren vor allem für den heimischen Markt gedacht: dem Schmücken von Kirchen und liturgischen Kleidungen sowie der Ausstattung von Heimen und Kleidungsstücken wohlhabender Leute. Die Idrija Spitze ist heute geographisch geschützt als Handwerksprodukt der besten Qualität, das handgemacht ist. “Kreuzen und Drehen” auf hölzernen Spulen gewickelter Fäden und Entwurfsmuster, wie Herzchen, benötigen viel Wissen und Hingabe. Klöpplerinnen vervollständigen ihre Fähigkeiten in der Idrija Klöppelschule, die immer noch die Säule der Klöppelei in Europa ist. Im letzten Jahrzehnt findet die Idrija Spitze zunehmend viel Gefallen in der Mode und zeitgenössischer Kunst.

Im Juni 2012 wurden die historischen Stätten der Quecksilbergewinnung – Almadén und Idrija, die beiden größten Quecksilberbergwerke in der Welt, in die UNESCO-Welterbeliste eingetragen.